Wer in den sechziger Jahren Post bekam von Hank (so nannten ihn seine Freunde), der hatte etwas richtig gemacht. Lieferte man ihm drei Seiten, die ihn interessierten, bekam man drei bis fünf zurück. Einfacher Zeilenabstand, kaum Rand; und wenn Rand, dann verziert mit turmhohen, halb von Smog erstickten Palmen, überflogen von seltsamen Hängebauch-Vögeln, die aussahen, als würden sie grade von einer Schrotladung erwischt.
Neben der Unterschrift erschien oft sein rasend schnell gezeichnetes knollennasiges Männchen mit der qualmenden Zigarette zwischen den Lippen; und daneben, auf dem unsichtbaren Fußboden, stets eine riesige halbvolle Flasche.
Flaschen waren für ihn nie halb leer. Als Trinker muß man positiv denken.
Briefeschreiben war für ihn kein Prosatraining. Das war nicht mehr nötig: Mit seiner ersten veröffentlichten Story hatte er sich schon 1944, mit dreiundzwanzig, als fertiger Autor vorgestellt.
Nein, Briefe waren Öffentlichkeitsarbeit (jedenfalls bis zum Beginn seiner wöchentlichen Kolumne, 1967). Eine ganze Reihe von ihnen wurde gedruckt, andere wurden zitiert, und einprägsame Sprüche wie »Gott ist eine Erfindung von Luschen« machten von selbst die Runde.